CoinTracking KI-Steuersparer im Test: Funktionen, Tarif und Grenzen
Schneller Überblick
Der KI-Steuersparer ist ein Chat in CoinTracking. Er liest deine eigenen Steuerdaten und beantwortet Fragen dazu in normaler Sprache, zum Beispiel welche Coins bald steuerfrei werden und welche Verluste du vor Jahresende noch nutzen könntest.
Keine Steuerberatung. Allgemeine Information ohne Haftung. Vollständiger Hinweis am Seitenende
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Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Wir haben ihn am 05.11.2026 mit sieben Fragen im eigenen Konto getestet. Die Antworten waren für die deutsche Steuer brauchbar und bei den Grenzen ehrlich. Den Steuerbericht und einen Steuerberater ersetzt er nicht, und die geplante Reform kennt er nicht.
- Tarif: nur in Expert (ab 219 € pro Jahr) und Unlimited (769 € pro Jahr).
- Land: für Deutschland, mit den deutschen Steuerregeln. Für die Steuer in Österreich hilft er dir nicht.
- Rechnung: Die Zahlen kommen aus CoinTracking, die KI erklärt sie nur.
- Grenze: Er ändert keine Daten und gibt keine Steuerberatung.
Was ist der KI-Steuersparer?
Der KI-Steuersparer ist ein Chat-Assistent, der fest in dein CoinTracking-Konto eingebaut ist. Du öffnest ihn nach der Anmeldung über Analyse → Gewinne & Steuern → KI-Steuersparer. Du tippst deine Frage ein und bekommst eine Antwort auf Basis deiner importierten Transaktionen. Tabellen musst du dafür nicht durchsuchen.
Beim Start nennt der Chat sein Thema selbst: deine deutschen Krypto-Steuern, berechnet aus deinen Transaktionen nach den aktuellen Regeln des Bundesfinanzministeriums. Damit ist auch klar, für wen er gebaut ist: für Anlegerinnen und Anleger, die in Deutschland steuerpflichtig sind.

Eigener Screenshot vom 05.11.2026, eigene Position in einer Vorschlagsfrage überdeckt.
Was du ihn fragen kannst
Im Mittelpunkt stehen Haltefrist, Freigrenze und Verluste. In unserem Konto schlägt der Chat zum Einstieg diese Fragen vor:
- Welche meiner Positionen werden bald steuerfrei? Sollte ich noch warten?
- Zeig mir realisierbare Verluste, die ich vor Jahresende nutzen kann.
- Wie viel meiner 1.000 € Freigrenze ist noch offen? Was kann ich steuerfrei realisieren?
Eine vierte Vorschlagsfrage nennt eine echte Position aus unserem Konto samt den Tagen bis zur Steuerfreiheit. Der Chat greift also wirklich auf die eigenen Bestände zu und liefert keine allgemeinen Tipps.
Darüber hinaus nennt CoinTracking diese Aufgaben:
- einen Verkauf vorab durchspielen,
- die Methoden FIFO, LIFO und HIFO erklären und ihre Auswirkung zeigen,
- Fragen zu einzelnen Coins, Zeiträumen oder Transaktionsarten beantworten,
- Einnahmen aus Staking und DeFi aufschlüsseln,
- Fragen zur Bedienung von CoinTracking beantworten.
Warum eine solche Frage in Deutschland überhaupt zählt, erklärt unser Artikel zu den Krypto-Steuern in Deutschland.
Was der KI-Steuersparer nicht kann
Er ist ein Werkzeug zum Verstehen, kein Ersatz für Bericht oder Beratung. CoinTracking zieht die Grenzen selbst recht eng:
- Keine Steuerberatung: Die Antworten dienen nur der Information und können unvollständig oder falsch sein. Das steht auch direkt unter dem Chat.
- Kein Ersatz für den Bericht: Für das Finanzamt bleibt der offizielle Steuerreport für Deutschland maßgeblich.
- Keine Änderungen: Er ändert keine Daten und bucht keine Transaktionen um.
- Kein persönlicher Steuersatz: Deinen individuellen Satz, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer berechnet er nicht.
- Keine Haftung: Wer die Antworten für die Steuererklärung oder für Finanzentscheidungen nutzt, tut das nach den Nutzungsbedingungen auf eigenes Risiko.
Die Antworten sind außerdem nur so gut wie deine Importe. Fehlt eine Börse oder eine Wallet, stimmen Haltefristen und Gewinne nicht. Prüfe deine Daten deshalb zuerst, etwa über den API-Import.
Woher die Zahlen kommen
Die Zahlen rechnet CoinTracking, nicht die KI. Der Chat wirbt mit Werten, die aus deinen Transaktionen berechnet sind. Die Nutzungsbedingungen von CoinTracking präzisieren das in § 3a: Alle Steuerberechnungen laufen auf den Servern von CoinTracking, die KI liest und erklärt die fertigen Werte.
Das ist die richtige Aufteilung. Eine Zahl aus dem Steuerbericht bleibt damit nachvollziehbar, und die KI muss sie nicht selbst herleiten. Fehlerfrei macht das die Antworten trotzdem nicht: Die Einordnung in Worten stammt von der KI und CoinTracking empfiehlt ausdrücklich, sie vor der Verwendung zu prüfen.
KI-Steuersparer und CT Guide: zwei verschiedene Chats
CoinTracking hat zwei KI-Chats, die leicht zu verwechseln sind. Nur der KI-Steuersparer arbeitet mit deinen Daten. Der CT Guide ist der Hilfe-Chat.
| Merkmal | KI-Steuersparer | CT Guide |
|---|---|---|
| Aufgabe | Fragen zu deinen Krypto-Steuern | Fragen zur Bedienung von CoinTracking |
| Sieht deine Kontodaten | Ja, deine berechneten Steuerdaten | Nein |
| Antwortet aus | deinen Daten in CoinTracking | Artikeln aus dem Hilfe-Center |
| Steuerberatung | Nein | Nein |

Beim CT Guide steht ein Hinweis, dass Nachrichten für die Antwort und zur Qualitätsverbesserung gespeichert werden. Schreib dort also keine persönlichen Angaben hinein.
Welcher Tarif nötig ist
Du brauchst mindestens Expert. Starter und Pro reichen für den KI-Steuersparer nicht, auch wenn sie für den Steuerbericht genügen.
| Tarif | KI-Steuersparer | Preis pro Jahr | Mit unserem Partnerlink |
|---|---|---|---|
| Starter | nein | 39 € | 35,10 € |
| Pro | nein | 129 € | 116,10 € |
| Expert | ja | ab 219 € | ab 197,10 € |
| Unlimited | ja | 769 € | 692,10 € |
Alle Laufzeiten und Limits stehen in unserem Überblick zu den CoinTracking Kosten, wie du beim Kauf sparst, im Artikel zum CoinTracking Rabatt.
Gibt es den KI-Steuersparer in Österreich?
Für die österreichische Steuer nicht. CoinTracking nennt auf der Produktseite Partnerlink nur Deutschland, im Hilfe-Center Deutschland und die USA, und kündigt weitere Länder an. Österreich und die Schweiz sind bisher nicht dabei.
Das ist mehr als eine Formalität. Der Chat denkt in Haltefrist und 1.000-€-Freigrenze. In Österreich zählt beides nicht: Dort gilt für Neubestand der Steuersatz von 27,5%, unabhängig von der Haltedauer. Eine Antwort wie „in einem Tag steuerfrei“ wäre für dich falsch. Der Chat sagt das auf Nachfrage auch selbst und verweist auf die deutsche Konfiguration des Kontos. In unserem Konto, in dem wir einen deutschen Steuerbericht erstellt haben, steht er bereit, obwohl wir in Österreich sitzen. Sichtbar heißt also nicht passend. Wie es in Österreich richtig läuft, zeigt unser CoinTracking Steuerreport Österreich.

Was mit deinen Daten passiert
Ganz im Konto bleiben die Daten nicht. Auf der Produktseite schreibt CoinTracking, die Transaktionshistorie werde nie an Dritte weitergegeben. Die Nutzungsbedingungen sind genauer: Für jede Anfrage gehen die dafür nötigen Einzelwerte pseudonymisiert an einen externen KI-Anbieter in den USA. Zugangsdaten und direkte persönliche Kennungen werden nicht übermittelt. Der Hinweis unter dem Chat sagt dasselbe kurz: Verarbeitet werden nur die für deine Anfrage nötigen Daten.
Dazu nennt CoinTracking einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Standarddatenschutzklauseln. Der Anbieter nutzt die Daten demnach nicht zum Training seiner Modelle. Für die meisten ist das vertretbar, wissen solltest du es trotzdem, bevor du den Chat nutzt.
Unser Test: sieben Fragen im eigenen Konto
Für die deutsche Steuer waren die Antworten brauchbar, die Grenzen hat der Chat eingehalten. Wir haben am 05.11.2026 sieben Fragen gestellt, in einem Konto mit echten Transaktionen und FIFO. Die Antworten haben wir gegen die Regeln aus unserem Artikel zu den Krypto-Steuern in Deutschland gelesen. Persönliche Zahlen zeigen wir hier nicht.
| Testfrage | Ergebnis |
|---|---|
| Welche Positionen werden bald steuerfrei? | Liste mit Coin, Menge und Datum. Dazu der richtige Hinweis, dass ein Verlust nach dem Stichtag steuerlich nicht mehr zählt. |
| Wie viel Freigrenze ist noch offen? | Getrennt nach Verkäufen (1.000 €) und sonstigen Einkünften (256 €). Er warnt richtig, dass beim Überschreiten der ganze Betrag steuerpflichtig wird. |
| Welche Verluste kann ich vor Jahresende nutzen? | Liste nach Höhe, mit Stichtag je Position und einem Hinweis auf FIFO. |
| Was passiert, wenn ich heute verkaufe? | Die stärkste Antwort: Die Simulation zeigte, dass FIFO zuerst alte, steuerfreie Coins trifft und der gewünschte Verlust gar nicht nutzbar wäre. |
| Soll ich verkaufen? | Lehnt er ab, das sei deine persönliche Entscheidung. |
| Wie viel Steuer zahle ich? | Lehnt er ab, weil er deinen Steuersatz nicht kennt. Er nennt stattdessen die Summen. |
| Was bedeutet die geplante Reform? | Den Entwurf des Finanzministeriums kennt er nicht. Er arbeitet nur mit dem geltenden Recht. |
Vier Schwächen sind uns aufgefallen:
- Keine Reform: Gerade zum Jahresende 2026 wäre das die wichtigste Frage. Die Antwort findest du in unserem Artikel zu den geplanten Änderungen.
- Begrenzte Listen: Je Kategorie zeigt er höchstens 100 Treffer. Bei sehr vielen Positionen musst du nach Coin eingrenzen.
- Kleine Rechenfehler: Die Tage bis zur Steuerfreiheit waren in unserer Tabelle nicht einheitlich. Verlass dich auf das Datum und plane ein paar Tage Puffer ein.
- Zu schnelle Begeisterung: Verluste nannte er „perfekt für Harvesting“, obwohl unser Gewinn unter der Freigrenze lag und ohnehin steuerfrei war. Erst weiter unten ordnete er das ein. Ob ein Verkauf etwas bringt, musst du selbst prüfen.
Lohnt sich der Wechsel auf Expert?
Für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland mit vielen Positionen kann sich das lohnen, vor allem zum Jahresende. Bei wenigen Coins reicht meist Pro oder Starter. Expert kostet 90 € im Jahr mehr als Pro. Dafür bekommst du keine neuen Zahlen: Den Steuerbericht gibt es ab Starter, und direkt über dem Chat stehen im Menü die Berichte „Realisierte & unrealisierte Gewinne“ und „Steuerfreie Coins“. Mehr dazu zeigt unser Artikel zum CoinTracking Dashboard.
Was du bezahlst, ist die Verbindung der Zahlen. Der Chat erkennt in Sekunden, dass ein Verkauf zur falschen Zeit oder der falschen Position nichts bringt. Unser FIFO-Beispiel zeigt das gut. Ein einziger Verkauf kurz vor dem Ablauf der Haltefrist kann mehr Steuer kosten als der Aufpreis von 90 €.
Wenn du in Österreich steuerpflichtig bist, zahl dafür nicht extra. Der Chat hilft dir dort nicht.
Gibt es das auch bei Blockpit?
Ja, in anderer Form. Das Paket Blockpit Plus kostet 59 € pro Jahr und enthält Tax-Loss Harvesting, einen Verkaufssimulator und eine KI-Hilfe in der App. Der Steuerbericht kommt dort extra dazu, ab 49 € pro Steuerjahr.
Der Unterschied liegt im Modell. Bei CoinTracking steckt der Chat im Tarif ab Expert, bei Blockpit bezahlst du Steuerbericht und Plus getrennt. Für wenige Transaktionen ist Blockpit damit günstiger. Blockpit Plus haben wir nicht getestet. Welche Länder die Optimierung abdeckt, nennt die Seite nicht, das prüfst du am besten in der kostenlosen Testphase. Mehr Tools vergleichen wir bei den CoinTracking Alternativen.
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Häufig gestellte Fragen zum KI-Steuersparer
Was ist der KI-Steuersparer von CoinTracking?
Ein Chat in deinem CoinTracking-Konto. Er liest deine bereits berechneten Steuerdaten und beantwortet Fragen dazu in normaler Sprache, zum Beispiel welche Coins bald steuerfrei werden oder welche Verluste du noch nutzen könntest. Du öffnest ihn nach der Anmeldung über Analyse → Gewinne & Steuern → KI-Steuersparer.
In welchem Tarif ist der KI-Steuersparer enthalten?
In den Tarifen Expert (ab 219 € pro Jahr) und Unlimited (769 € pro Jahr). In Free, Starter und Pro ist er nicht enthalten. Über unseren Partnerlink sparst du 10%, bei Zahlung mit Bitcoin weitere 5%.
Gibt es den KI-Steuersparer in Österreich?
Nein, nicht für die österreichische Steuer. CoinTracking bietet ihn für Deutschland an und er arbeitet mit den deutschen Regeln wie Haltefrist und Freigrenze. In Österreich gelten andere Regeln, deshalb helfen seine Antworten für die Steuererklärung dort nicht.
Berechnet die KI meine Steuer?
Nein. Nach den Nutzungsbedingungen von CoinTracking laufen alle Steuerberechnungen auf den Servern von CoinTracking. Die KI liest die fertigen Werte und erklärt sie. Deinen persönlichen Steuersatz, den Solidaritätszuschlag oder die Kirchensteuer berechnet sie nicht.
Ersetzt der KI-Steuersparer den Steuerberater?
Nein. CoinTracking schreibt selbst, dass die Antworten keine Steuerberatung sind und Fehler enthalten können. Wer sie für die Steuererklärung nutzt, tut das auf eigenes Risiko. Besprich größere Verkäufe vorher mit einem Steuerberater.
Wie gut sind die Antworten des KI-Steuersparers?
In unserem Test mit sieben Fragen waren sie für die deutsche Steuer brauchbar. Stark war die Verkaufssimulation, die eine FIFO-Falle aufgezeigt hat. Die geplante Reform der Haltefrist kannte der Chat nicht, und bei den Tagen bis zur Steuerfreiheit gab es kleine Abweichungen.
Gibt es etwas Ähnliches bei Blockpit?
Ja. Blockpit Plus kostet 59 € pro Jahr und enthält Tax-Loss Harvesting, einen Verkaufssimulator und eine KI-Hilfe in der App. Der Steuerbericht kostet dort extra.
Was ist der Unterschied zwischen KI-Steuersparer und CT Guide?
Der KI-Steuersparer arbeitet mit deinen Steuerdaten. Der CT Guide ist ein Hilfe-Chat: Er antwortet mit Artikeln aus dem Hilfe-Center und sieht deine Kontodaten nicht.
Quellen
Alle Angaben haben wir am 05.11.2026 gegen die folgenden Seiten geprüft. Oberfläche und Testantworten stammen aus unserem eigenen Konto. Funktionen und Länder können sich ändern, maßgeblich ist der Stand bei CoinTracking.
- CoinTracking Nutzungsbedingungen, § 3a: Funktion, Datenübermittlung, Charakter der Ausgaben, Haftung (Stand 29.06.2026).
- CoinTracking: KI-Steuersparer Partnerlink: Funktionen, Land, Tarife.
- CoinTracking Preise und Tarife Partnerlink: Jahrespreise und Zuordnung zu den Tarifen.
- Blockpit Preise: Blockpit Plus 59 € pro Jahr, Steuerbericht ab 49 € pro Steuerjahr, KI-Hilfe, Verkaufssimulation.
- CoinTracking-Hilfe: Der KI-Steuersparer: Ort im Konto, Länder, Methoden, Einschränkungen (Stand 15.09.2026).
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