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CoinTracking Erfahrungen 2026: Mein Test nach rund 8 Jahren Nutzung

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CoinTracking Erfahrungen 2026: Mein Test nach rund 8 Jahren Nutzung
Autor
Mag. Tibor Gludovatz
Mag. Tibor Gludovatz
Letztes Update
12.10.2026

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

Meine CoinTracking Erfahrungen nach rund 8 Jahren Nutzung: CoinTracking ist seit 2018 mein Werkzeug für die Krypto-Steuererklärung und es ist bis heute das Tool, mit dem ich Importe aus allen meinen Quellen und den Steuerreport für Österreich aus einer Hand erzeuge. Meine Bewertung: 4,5 von 5. Die Stärken liegen beim Import (über 400 Börsen und Wallets), bei den Steuerberichten und beim Preis. Die Schwächen sind eine Oberfläche, die man sich erarbeiten muss, und die Zuordnung von DeFi-Transaktionen, die Handarbeit verlangt.

Stand der Prüfung: September 2026. Ich nutze CoinTracking seit 2018 mit meinem eigenen Konto im Tarif Expert Medium (50.000 Transaktionen). Links zu CoinTracking sind teils Partnerlinks, die dich nichts extra kosten und meine Noten nicht beeinflussen. Die steuerlichen Passagen fassen die Rechtslage zusammen und sind keine Steuerberatung; ob sie auf deinen Fall passen, klärst du mit einem Steuerberater.

  • Für wen: Anleger mit mehr als einer Börse oder mehr als ein paar Dutzend Trades im Jahr.
  • Preis: Pro-Tarif 129 € pro Jahr, mit meinem Partnerlink 116,10 €. Bei Bezahlung mit Bitcoin kommen weitere 5% Rabatt dazu, Pro kostet dann rund 110 €. Details in meinem Überblick zu den CoinTracking Kosten.
  • Testen: 7 Tage unbegrenzte Importe ohne Kreditkarte, danach 14 Tage Geld-zurück-Garantie auf jeden Bezahltarif.
  • Nicht geeignet: für alle, die ein monatliches Abo wollen oder ausschließlich DeFi handeln.

Was ist CoinTracking?

CoinTracking ist eine Web-Anwendung, die Krypto-Transaktionen aus Börsen, Wallets und Blockchains einsammelt, daraus ein Portfolio baut und am Ende den Steuerbericht erzeugt. Betreiber ist die CoinTracking GmbH mit Sitz in Gräfelfing bei München, der Dienst ist seit 2012 verfügbar, nach eigenen Angaben nutzen ihn mehr als 2,2 Millionen Menschen. Damit ist CoinTracking einer der am längsten bestehenden Anbieter am Markt und das merkt man dem Produkt an, im Guten wie im Schlechten.

Im Guten: CoinTracking unterstützt nach eigenen Angaben mehr als 400 Börsen, Wallets und Blockchains und es gibt kaum einen Sonderfall, für den es keine Einstellung gibt. Entscheidend ist, ob deine konkret genutzten Datenquellen vollständig unterstützt werden, das prüfst du am besten in der Testphase. Im Schlechten: Die Oberfläche ist über Jahre gewachsen und Funktionen liegen manchmal dort, wo man sie nach einem Nachmittag mit dem Tool vermutet, nicht dort, wo man sie am ersten Tag sucht.

Ein Detail wird dabei oft übersehen: Für das Transaktionslimit des Tarifs zählen alle im Konto gespeicherten Transaktionen über sämtliche Jahre, nicht nur die eines einzelnen Steuerjahres. Wer 2018 angefangen hat und alles nachträgt, landet schneller im Expert-Tarif, als die Zahl 3.500 Transaktionen beim Pro-Tarif vermuten lässt.

So habe ich getestet

Die Grundlage dieses Berichts ist mein eigenes CoinTracking-Konto im Tarif Expert Medium mit 50.000 Transaktionen, das seit 2018 in Betrieb ist und mit dem ich für jedes Steuerjahr seit 2018 den österreichischen Steuerreport erzeugt habe. Der Expert-Tarif ist bei mir nicht der Anspruch, sondern die Folge der Historie: Mehrere Jahre mit mehreren Quellen sprengen das Pro-Limit von 3.500 Transaktionen schneller, als man denkt.

Angebunden sind Bitpanda per API, Ledger Live per CSV und Metamask über die Wallet-Adresse, dazu ältere Bestände von Börsen, die es heute nicht mehr gibt. Genau diese Mischung aus laufenden und historischen Quellen ist der Praxisfall, den ein Steuertool bestehen muss. Die Noten unten stammen aus dieser laufenden Nutzung und aus dem Abgleich mit den Börsen-Exporten, nicht aus einem einmaligen Testkonto. Die Screenshots im Artikel zeigen mein Konto mit dem Stand von September 2026.

CoinTracking Erfahrungen: meine Bewertung im Überblick

Ich bewerte nach sieben Kriterien, jeweils auf einer Skala bis 5. Die Noten stammen aus meiner laufenden Nutzung, nicht aus einem Nachmittagstest.

Meine Bewertung nach sieben Kriterien, Skala bis 5, Stand September 2026
KriteriumNoteBegründung
Preis-Leistung4,5Pro ab 129 € pro Jahr, Lifetime-Option, 10% Rabatt über Partnerlink
Funktionsumfang4,825+ Berichte, Steueroptionen, Herkunftsnachweis, Datei-Konverter (der KI-Steuersparer ist in Österreich derzeit nicht verfügbar und fließt nicht in die Note ein)
Benutzerfreundlichkeit3,9Einarbeitung nötig, Oberfläche wirkt stellenweise alt
Import und Börsen4,8Über 400 Börsen und Wallets, API, CSV, Wallet-Adressen
Steuerreport4,6Berichte für DE, AT und CH, nachvollziehbare Berechnung
Support4,5Wissensdatenbank auf Deutsch, priorisierter Support ab Expert
Sicherheit4,5Nur Lese-API-Keys, 2FA, deutscher Verantwortlicher und EU-Hosting

Gesamt: 4,5 von 5. Die Note ist seit Juni 2026 unverändert. Geändert hat sich seither der Herkunftsnachweis, den es jetzt ab dem Pro-Tarif gibt, dazu unten mehr.

CoinTracking im Test: Import von Börsen und Wallets

Der Import entscheidet, ob ein Steuertool taugt. Fehlt eine Börse oder bricht ein Import ab, sitzt du bei Excel. CoinTracking bietet drei Wege: die automatische API-Verbindung, den CSV-Upload und den Import über eine Wallet-Adresse.

CoinTracking Imports-Übersicht mit Suchfeld für neue Importe und der Liste der angebundenen Börsen, darunter Bitpanda, Bitunix und Crypto.com
Die Imports-Übersicht in meinem CoinTracking-Konto (September 2026): Oben das Suchfeld für neue Börsen, Wallets und Blockchains, darunter alle angebundenen Quellen mit dem Datum des letzten Imports.

API-Import: einmal einrichten, dann läuft es

Die API-Anbindung liest deine Trades direkt von der Börse, ohne dass die Schnittstelle etwas verändern darf. Bei Bitpanda dauert die Einrichtung etwa 5 Minuten, ich zeige sie Schritt für Schritt in meiner Anleitung zum CoinTracking API-Import. Danach synchronisiert CoinTracking im Hintergrund und der Auto-Sync hält das Portfolio ohne Zutun aktuell. Beides gibt es ab dem Pro-Tarif, im Starter bleibt nur CSV.

CSV-Import: für Hardware-Wallets und Exoten

Für Ledger Live gibt es keine API, hier exportierst du die Transaktionen als CSV und lädst sie hoch. Der Vorgang ist in 3 Schritten erledigt, die Zuordnung der Spalten übernimmt CoinTracking über eine eigene Ledger-Vorlage. Wie das geht, steht in meiner Anleitung zum Ledger-Import in CoinTracking. Der Datei-Konverter, der seit 2026 im Expert-Tarif steckt, bringt auch Formate ins Tool, für die es keine Vorlage gibt.

Wallet-Adresse: für Metamask und On-Chain-Bestände

Bei Metamask genügt die öffentliche Wallet-Adresse. CoinTracking liest die Blockchain aus und legt jede Transaktion an. Das funktioniert zuverlässig für einfache Transfers und Swaps, wird aber genau dort anstrengend, wo DeFi ins Spiel kommt. Meine Erfahrung aus dem Metamask-Import: Liquidity-Pool-Ein- und -Ausstiege muss man nachträglich prüfen und teils manuell als Einzahlung, Auszahlung oder Trade klassifizieren.

Portfolio und Dashboard

Nach dem Import zeigt das Dashboard den aktuellen Wert des Portfolios, die Verteilung nach Coins und Börsen und die realisierten sowie unrealisierten Gewinne. Die mehr als 25 Berichte sind in Gruppen sortiert: Trade-Statistiken, Bilanzen, Gewinne. Für die Steuer sind vor allem die Gewinnberichte relevant, für die eigene Kontrolle die Bilanz je Börse, weil dort Importfehler als Differenz zwischen CoinTracking und Börsen-Konto sofort sichtbar werden.

CoinTracking Dashboard mit Gesamtwert-Chart über 1 Jahr, Bestände-Tabelle, Gewinner und Verlierer der letzten 24 Stunden und Plan-Nutzung Expert Medium
Das CoinTracking Dashboard meines Kontos (September 2026, Beträge ausgeblendet): Gesamtwert-Chart über 1 Jahr, Bestände mit 24h-, 7d- und 30d-Trend, rechts Gewinner und Verlierer sowie die Plan-Nutzung.

Eine Funktion, die ich regelmäßig nutze, ist der Abgleich der Bestände: Meldet die Börse 0,42 BTC und CoinTracking 0,41 BTC, fehlt irgendwo etwas: eine Gebühr, eine Ein- oder Auszahlung, ein Duplikat, eine falsche Klassifizierung oder eine nicht unterstützte Transaktion. Solche Differenzen findest du besser selbst, bevor sie in einer Rückfrage zum Steuerbericht auftauchen. Was das Dashboard sonst kann, beschreibe ich im Artikel zum CoinTracking Dashboard.

Steuerreport im Test: Österreich, Deutschland, Schweiz

Der Steuerreport ist der Grund, warum die meisten CoinTracking bezahlen. Er steht ab dem Starter-Tarif zur Verfügung und lässt sich für jedes Steuerjahr erzeugen, ohne dass frühere Jahre extra kosten. Das unterscheidet CoinTracking von Anbietern, die pro Steuerjahr abrechnen. Meine eigene Steuererklärung mache ich in Österreich, der österreichische Report ist also der Teil, den ich seit 2018 jedes Jahr im Einsatz habe. Die Berichte für Deutschland und die Schweiz habe ich mit meinem Konto erzeugt und gegen die offiziellen Regeln geprüft, aber nicht selbst beim Finanzamt eingereicht.

CoinTracking Steuerberichte-Übersicht mit einem Bericht pro Steuerjahr von 2017 bis 2024, Land Österreich, Methode ATM bzw. FIFO
Meine Steuerberichte in CoinTracking: ein Bericht pro Steuerjahr von 2017 bis 2024 für Österreich, ab 2022 mit der österreichischen Methode ATM, davor FIFO. Jeder Bericht lässt sich als PDF, Excel oder CSV exportieren.

Österreich: 27,5% und der Stichtag 1. März 2021

In Österreich gelten Gewinne aus Kryptowährungen seit dem 1. März 2022 als Einkünfte aus Kapitalvermögen und werden mit dem Sondersteuersatz von 27,5% besteuert, unabhängig von der Haltedauer. Coins, die vor dem 1. März 2021 gekauft wurden, zählen als Altbestand und bleiben beim Verkauf steuerfrei. CoinTracking trennt Alt- und Neubestand im österreichischen Report und weist die Einkünfte so aus, dass sie sich in die Beilage E1kv übertragen lassen. Genau diese Trennung war für mich der Grund, beim Tool zu bleiben: Wer 2017 oder 2018 eingestiegen ist, hat beides im Depot.

Ein Punkt, den viele Anleitungen aus Deutschland unterschlagen: Der Tausch von Neubestand gegen eine andere steuerlich anerkannte Kryptowährung löst grundsätzlich keine sofortige Besteuerung aus. Steuerpflichtig sind insbesondere der Verkauf gegen Fiatgeld und der Tausch gegen andere Wirtschaftsgüter oder Leistungen, also auch das Bezahlen mit Krypto.

Bei Altbestand gilt diese Tauschneutralität nicht: Der Tausch ist eine Veräußerung, die bei abgelaufener Spekulationsfrist zwar steuerfrei bleibt, die erhaltenen Coins werden aber Neubestand. CoinTracking bildet beides im AT-Report ab, wenn neben Österreich als Steuerland auch die österreichische Bewertungsmethode (gleitender Durchschnittspreis je Wallet für Neubestand), die Depottrennung und die Transaktionsklassifizierungen korrekt eingerichtet sind. Wie du das einstellst, zeige ich Schritt für Schritt im CoinTracking Steuerreport für Österreich.

CoinTracking Steuereinstellungen mit Land Österreich, Währung EUR, Methode ATM Austria Tax Method mit FIFO für Altvermögen und AVCO für Neuvermögen und aktivierter Depottrennung
Die Steuereinstellungen meines Kontos: Land Österreich, Währung EUR, Methode ATM (FIFO für Altvermögen, gleitender Durchschnitt für Neuvermögen) und die automatische Depottrennung, die jede Börse und Wallet getrennt bewertet.

Deutschland: Haltefrist und private Veräußerungsgeschäfte

In Deutschland sind Gewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, davor zählen sie als private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG. CoinTracking unterstützt die Einzelbetrachtung und die vom Bundesfinanzministerium vorgesehenen Vereinfachungen (FIFO für die Haltefrist, Durchschnittsmethode oder vereinfachend FIFO für die Wertermittlung) und erzeugt einen Bericht, der zur Anlage SO passt. Welche Methode zulässig ist, richtet sich nach der Datenlage; sie ist walletbezogen anzuwenden und innerhalb einer Wallet grundsätzlich so lange beizubehalten, bis alle Einheiten derselben Kryptowährung veräußert sind; erst bei einem Neuerwerb danach kann neu gewählt werden. Ein Detail wird dabei oft übersehen: Bei vielen kleinen Käufen entscheidet die Zuordnung der Anschaffungen über hunderte Euro Unterschied, deshalb lohnt es sich, die Einstellung vor dem ersten Bericht zu prüfen.

Schweiz: Vermögenssteuer statt Kapitalgewinnsteuer

In der Schweiz zählen Kryptowährungen im Privatvermögen zum steuerbaren Vermögen und gehören mit dem Wert zum Jahresende in die Steuererklärung, die kantonale Vermögenssteuer greift also auf den Bestand. Kapitalgewinne aus dem Verkauf sind für Privatanleger in der Regel steuerfrei, Verluste im Gegenzug nicht abzugsfähig.

Steuerbar sind dagegen laufende Erträge wie Staking- oder Lending-Einkünfte und wer die Kriterien des gewerbsmäßigen Handels erfüllt, versteuert auch Gewinne als Einkommen. CoinTracking liefert für die Schweiz einen Bericht mit Jahresendbeständen und Erträgen; welche Beträge dein Kanton in welchem Formular erwartet, prüfst du mit der kantonalen Wegleitung oder einem Steuerberater. Alle drei Länderberichte sind keine Steuerberatung, sondern eine Berechnungsgrundlage.

Herkunftsnachweis: neu ab Pro

Seit 2026 gibt es den Herkunftsnachweis als eigenen Bericht. Er verfolgt jede ausgewählte Auszahlung nach FIFO bis zu ihrer dokumentierten Herkunft zurück, sei das ein Kauf, Mining, Staking, ein Airdrop, eine Schenkung oder eine externe Einzahlung, und erzeugt ein PDF oder CSV, das du bei Bank, Finanzamt oder Notar vorlegen kannst. Ob eine Bank den Bericht als Nachweis anerkennt, entscheidet sie selbst, darauf weist CoinTracking auch hin; die Aufstellung auf Knopfdruck erspart dir aber die Handarbeit, die eine Rückfrage sonst auslöst. Enthalten ist er in Pro, Expert und Unlimited.

CoinTracking Herkunftsnachweis mit einer Liste von Auszahlungen nach Datum, Asset und Konto und je einem Button für Bericht und Daten
Der Herkunftsnachweis in meinem Konto (Beträge ausgeblendet): Jede Auszahlung erscheint mit Datum, Asset und Konto, der Bericht dazu ist mit einem Klick als PDF oder CSV erzeugt.

DeFi, NFT, Staking und Mining

Hier trennt sich CoinTracking von einfacheren Tools und hier liegt auch die größte Schwäche. Staking-Rewards lassen sich manuell oder per API erfassen und als eigene Trade-Gruppe führen, sodass sie im Steuerreport getrennt ausgewiesen werden. Wie das geht, steht in meiner Anleitung zu Staking Rewards in CoinTracking. Für Mining gilt dasselbe Prinzip mit manueller Eingabe, beschrieben unter Mining Rewards eintragen.

NFTs verwaltet das NFT Center: Du trägst den Kauf als Trade ein, wandelst ihn in ein NFT um und CoinTracking zeigt die Sammlung samt Kaufpreis gesammelt an. Meine Anleitung zum CoinTracking NFT Center zeigt die 3 Schritte.

DeFi ist der Bereich, in dem CoinTracking am meisten Handarbeit verlangt. Liquidity Pools, Wrapped Tokens und Bridges werden importiert, aber nicht immer richtig klassifiziert. Wer viel auf Uniswap oder Aave unterwegs ist, sollte die 7 Tage Testzeit nutzen, um genau diese Transaktionen zu prüfen, bevor er zahlt.

Bedienung und App

Die Benutzerfreundlichkeit ist mit 3,9 meine schwächste Note. Das hat zwei Gründe. Erstens ist die Oberfläche dicht: Das Hauptmenü ist tief verschachtelt und die Einstellungen für Steuerberichte verteilen sich auf mehrere Seiten. Zweitens wirkt das Design stellenweise wie aus dem Jahr 2015, mit kleinen Schaltflächen und Tabellen, die auf dem Laptop gescrollt werden müssen.

Nach 1 bis 2 Stunden kennt man die wichtigen Wege. Danach ist die Dichte ein Vorteil, weil fast jede Einstellung ohne Support erreichbar ist. Die App für iOS und Android zeigt Portfolio, Kurse, Alarme, Gewinne und steuerrelevante Berichte, Daten und Importe werden zwischen Web und App synchronisiert. Die umfangreiche Ersteinrichtung mit mehreren Quellen ist im Browser trotzdem bequemer, weil dort alle Einstellungen nebeneinander liegen.

Kosten: das Wichtigste in drei Sätzen

Die Free-Version zeigt nach der 7-tägigen Testphase nur noch das Portfolio, Steuerberichte gibt es ab Starter für 39 € im Jahr. Für die meisten Privatanleger passt Pro mit 3.500 Transaktionen für 129 €, über meinen Partnerlink 116,10 €. Wer mit Bitcoin bezahlt, bekommt im Bestellprozess weitere 5% Rabatt, beide Rabatte lassen sich kombinieren: Pro kostet dann 110,30 € statt 129 €.

Alle Tarife, die 2-Jahres- und Lifetime-Preise, den Break-even und die Rabatt-Mechanik zeige ich dir im Artikel zu den CoinTracking Kosten. Die Aktivierung Schritt für Schritt, samt Rabattcode-Frage und Aktionen, steht in meinem Artikel zum CoinTracking Rabatt.

Sicherheit und Seriosität

CoinTracking greift nie auf deine Coins zu. Die API-Schlüssel, die du bei der Börse erzeugst, brauchen nur Leserechte und ich rate dazu, Handels- und Auszahlungsrechte beim Anlegen des Schlüssels abzuwählen. Das Konto selbst lässt sich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen, die Datenübertragung läuft verschlüsselt. Verantwortlich für die Daten ist die CoinTracking GmbH in Deutschland, gehostet wird in der EU; was genau gespeichert wird, steht in der Datenschutzerklärung von CoinTracking.

Zur Seriosität: Der Dienst ist seit 2012 verfügbar und es gibt eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie. Die Bewertungen anderer Nutzer decken sich mit meiner Note: Auf Trustpilot liegt CoinTracking bei 4,6 von 5 aus 514 Bewertungen, im Google Play Store bei 4,6 aus rund 7.140, im App Store bei 4,7 aus 566 und auf ProvenExpert bei 4,5 (Stand 20.09.2026). In rund 8 Jahren Nutzung hatte ich keinen Datenverlust und keine Abbuchung, die nicht angekündigt war.

Wer nach CoinTracking-Erfahrungen sucht, stößt auch auf eine Warnung der BaFin. Sie richtet sich nicht gegen CoinTracking, sondern gegen Betrüger, die den Namen des Unternehmens missbrauchen: Am 30.10.2024 warnte die BaFin vor Briefen und E-Mails, in denen Unbekannte im Namen der CoinTracking GmbH angebliche Krypto-Gewinne gegen eine Gebühr auszahlen wollten und dazu eine gefälschte „Auszahlungsgarantie“ verschickten. Diese Schreiben stammen nicht von CoinTracking, die BaFin spricht von Identitätsmissbrauch. CoinTracking verwahrt keine Coins und zahlt keine Gewinne aus. Wer eine solche Zahlungsaufforderung bekommt, überweist nichts und wendet sich an die Polizei.

Support

Die Wissensdatenbank ist auf Deutsch, die Anleitungen zu den einzelnen Börsen sind aktuell und für die meisten Importprobleme gibt es einen Eintrag. Der Support per Ticket antwortet in meiner Erfahrung innerhalb von 1 bis 2 Werktagen, ab dem Expert-Tarif priorisiert. Wer die Aufbereitung komplett abgeben will, bucht den Full-Service ab 999 €; dieser Einstiegspreis gilt für weniger als 2.000 Transaktionen aus weniger als drei Quellen und ohne DeFi, NFTs, Bots oder Derivate, komplexe Fälle beginnen derzeit bei 2.499 €. Die Details dazu stehen ebenfalls in meinem Kostenartikel.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Über 400 Börsen und Wallets, API-Import ab Pro
  • Steuerberichte für Österreich, Deutschland und die Schweiz, alle Steuerjahre inklusive
  • Lifetime-Lizenz, 10% Rabatt über meinen Partnerlink, auch bei jeder Verlängerung
  • Herkunftsnachweis auf Knopfdruck
  • 7 Tage unbegrenzte Importe zum Testen, 14 Tage Geld-zurück

Schwächen

  • Oberfläche verlangt Einarbeitung und wirkt stellenweise veraltet
  • DeFi-Transaktionen müssen oft manuell nachklassifiziert werden
  • Kein monatliches Abo, nur Jahres-, 2-Jahres- oder Lifetime-Lizenz
  • Tariflimit zählt alle gespeicherten Transaktionen über alle Jahre, nicht nur ein Steuerjahr

CoinTracking Alternativen

Blockpit kommt aus Linz und liefert ebenfalls einen fertigen Bericht für die österreichische Steuererklärung, Koinly und Coinpanda punkten mit einer aufgeräumteren Oberfläche. Bei der Zahl der Integrationen liegen Koinly, Coinpanda und Blockpit nach eigenen Angaben teils über CoinTracking, die Zählweisen sind allerdings nicht vergleichbar. Einen einmalig bezahlten Lifetime-Tarif, der wie bei CoinTracking alle Steuerjahre abdeckt, bietet keines der drei Vergleichsangebote; Coinpanda verkauft Lifetime-Zugang nur je gekauftem Steuerjahr. Den Vergleich mit Preisen und Transaktionslimits findest du in meinem Artikel zu den CoinTracking Alternativen.

Für wen eignet sich CoinTracking?

  • Anleger mit mehreren Börsen: Der API-Import spart pro Steuerjahr Stunden, das rechnet sich ab der zweiten Börse.
  • Langfristige Halter aus Österreich: Die Trennung von Alt- und Neubestand ist der entscheidende Vorteil gegenüber Tabellenkalkulation.
  • Aktive Trader: Ab einigen Hundert Trades im Jahr ist manuelle Erfassung keine Option mehr.
  • Weniger geeignet: Wer in Österreich steuerpflichtig ist und ausschließlich bei Bitpanda kauft, hält und verkauft, bekommt dort den KESt-Abzug und einen eigenen Steuerreport und braucht CoinTracking vorerst nicht. Sobald externe Wallets oder weitere Börsen dazukommen, reicht das nicht mehr.

Häufig gestellte Fragen zu CoinTracking

Lohnt sich CoinTracking?

Ab der zweiten Börse oder ab einigen Dutzend Trades im Jahr ja: Der Pro-Tarif kostet mit meinem Partnerlink 116,10 € pro Jahr und ersetzt die Stunden, die eine manuelle Aufstellung für die Beilage E1kv kostet. Wer nur bei einem österreichischen Anbieter mit KESt-Abzug kauft und verkauft, braucht ihn vorerst nicht.

Welchen CoinTracking Tarif brauche ich?

Starter (39 €) reicht bis 200 Transaktionen über die gesamte Historie und ohne API-Import. Pro (129 €) deckt 3.500 Transaktionen mit API-Import und Herkunftsnachweis ab und passt für die meisten Privatanleger. Expert ab 219 € wird nötig, wenn mehrere Jahre Historie die 3.500 überschreiten oder der Datei-Konverter gebraucht wird.

Ist CoinTracking seriös?

Ja. Die CoinTracking GmbH sitzt in Gräfelfing bei München, der Dienst ist seit 2012 verfügbar und hat nach eigenen Angaben über 2,2 Millionen Nutzer. Das Tool greift nur lesend auf Börsendaten zu und kann keine Coins bewegen. Die Warnung der BaFin vom 30.10.2024 betrifft Betrüger, die den Namen der CoinTracking GmbH für gefälschte Auszahlungsschreiben missbraucht haben, nicht das Unternehmen selbst.

Funktioniert CoinTracking für die Steuererklärung in Österreich?

Ja. Der österreichische Steuerreport trennt Altbestand (Kauf vor dem 1. März 2021) und Neubestand, rechnet mit dem Sondersteuersatz von 27,5% und behandelt den Krypto-zu-Krypto-Tausch im Neubestand steuerneutral. Die Werte lassen sich in die Beilage E1kv übertragen.

Ist CoinTracking kostenlos?

Die Free-Version bietet nach 7 Tagen mit unbegrenzten Importen nur noch die Ansicht deines bestehenden Portfolios, neue Importe sind dann nicht mehr möglich. Importe und Steuerberichte gibt es ab dem Starter-Tarif für 39 € pro Jahr. Was die Free-Version im Detail kann, steht in meinem Artikel zu CoinTracking kostenlos.

Welche Börsen unterstützt CoinTracking?

Über 400 Börsen und Wallets, darunter Bitpanda, Bybit, Kraken, Coinbase, Crypto.com und KuCoin per API sowie Ledger, Trezor und Metamask über CSV oder Wallet-Adresse.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Eine Börse per API in etwa 5 Minuten. Wer mehrere Jahre Historie aus mehreren Quellen nachträgt und die Bestände abgleicht, sollte einen Nachmittag einplanen.

Was ist der Unterschied zwischen CoinTracking und Blockpit?

Blockpit ist auf Österreich und Deutschland zugeschnitten und einfacher bedienbar, CoinTracking bietet mehr Berichte, alle Steuerjahre ohne Aufpreis und eine Lifetime-Lizenz. Für Anleger mit vielen Quellen ist CoinTracking die stärkere Wahl, für einfache Portfolios ist Blockpit eine Alternative.

Kann ich CoinTracking vor dem Kauf testen?

Ja, 7 Tage mit unbegrenzten Importen ohne Kreditkarte. Nach dem Kauf gilt zusätzlich eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.

Wie viel kostet CoinTracking mit Partnerlink?

Mit meinem Partnerlink kostet Pro 116,10 € statt 129 € pro Jahr. Bei Bezahlung mit Bitcoin gewährt CoinTracking im Bestellprozess weitere 5% Nachlass, beides lässt sich kombinieren: Pro kostet dann 110,30 € statt 129 €.

Quellen und Stand der Prüfung

Preise, Funktionen und Rechtslage habe ich im September 2026 gegen die folgenden Quellen geprüft. Preise und Tarifgrenzen ändern sich, maßgeblich ist die Preisseite von CoinTracking zum Zeitpunkt deiner Bestellung.

Mag. Tibor Gludovatz
Über den Autor
Mag. Tibor Gludovatz beschäftigt sich seit 2015 intensiv mit dem Ökosystem Kryptowährungen. Seit 2017 betreibt er das Informationsportal bitcoinkaufen-online.at, das mit einfachen Anleitungen die Verbreitung und Nutzung von Kryptowährungen fördern möchte. Er ist Absolvent der Rechtswissenschaften und der Wirtschaftsuniversität Wien.
Erstellt am:
11.09.2026
Publiziert am:
12.10.2026
Letztes Update:
12.10.2026
‍Publisher: Bitcoin Kaufen - Online